Freiwillige Feuerwehr Schottwien

18.08.2019 Fahrzeugbrand im S6 Semmeringtunnel

Autobahnsperre nach Klein LKW Vollbrand im Semmeringtunnel der S6

Kurz vor 17:30 Uhr passierte am Sonntagabend (18.08.2019) einem slowakischen Klein Lkw Lenker das, was ein Alptraum für jeden Fahrzeuglenker ist. Mitten im 3,5 kilometerlangen Semmeringtunnel auf der S6 Richtung Leoben, begann sein Klein Lkw plötzlich zu brennen. Da es sich um einen Konvoi mit drei Fahrzeugen handelte, stellte der Lenker das Fahrzeug im Tunnel ab, stieg auf einen anderen Klein Lkw um und verließ den Tunnel. Seitens der Tunnelwarte Bruck wurde der Semmeringtunnel umgehend in beide Richtungen gesperrt. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs der FF Maria Schutz stand der Klein Lkw bereits in Vollbrand. Neben der örtlich zuständigen FF Maria Schutz waren die Feuerwehren Schottwien und Semmering (NÖ) sowie die steirischen Tunnelfeuerwehren Steinhaus, Spital am Semmering und Mürzzuschlag alarmiert. Da von den Einsatzkräften anfangs angenommen werden musste, dass sich noch Personen im Tunnel befinden, wurde das Rote Kreuz nachgefordert, welches mit einem RTW aus Gloggnitz, einem RTW aus Mürzzuschlag und dem Bezirkseinsatzleiter RK auf die S6 zufuhren. Glücklicherweise konnte rasch Entwarnung gegeben werden. Alle Personen waren aus dem Tunnel und unverletzt. Das Rote Kreuz blieb zur Beistellung für den Feuerwehreinsatz vor Ort.

Von mehreren Atemschutztrupps wurde die Brandbekämpfung am brennenden, mit Kartonagen beladenen Klein Lkw durchgeführt. Weiters musste die Tunneldecke aufgrund der enormen Hitze gekühlt werden. Erstmals konnten die niederösterreichischen Tunnelfeuerwehren im Semmeringtunnel, die Erkenntnisse und das angelernte Wissen von der IFA Ausbildung in der Schweiz anwenden, welche das richtige Vorgehen und die Einsatztaktik bei genau solchen Tunnelbränden schult. Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Josef Huber und Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Thomas Rauch zeigten sich stolz, über den raschen Einsatzerfolg im Semmeringtunnel!

Nach den Löscharbeiten musste seitens der ASFINAG mittels Greifer das verbrannte Ladegut (Kartonagen) aufgeladen und entfernt werden. Im Anschluss wurde der ausgebrannte Klein Lkw von der FF Maria Schutz mittels Kran geborgen und aus dem Tunnel verbracht. Die Tunnelsperre der Röhre Richtung Wien konnte gegen 19 Uhr aufgehoben werden. Die Röhre Richtung Leoben bleibt bis auf weiteres gesperrt. Seitens der ASFINAG werden Schäden erhoben und Reparaturarbeiten getätigt. Der Feuerwehreinsatz konnte gegen 20:45 Uhr beendet werden.

Bild&Text:Einsatzdoku.at